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Aus der Rubrik Kunst und Kultur

Paul Salvator Goldengruen, Künstler, Moderne Kunst

Das Typische der Kunst von Paul Salvator Goldengruen in Stichworten und kurzen Sätzen:
Die Symbolik, die nicht altbekannte Symbole bewußt einsetzt, sondern ganz neue und neukombinierte Symbole aus dem Unterbewußtsein hervorbringt. Symbole, die es erst auszudeuten gilt. Manche sind dem Künstler selbst zugänglich, andere Symbole ihm selbst zunächst einmal nicht verständlich.
Hochtalentierte Symboldeuter haben zum Teil einen direkten und intuitiven Zugang zu den Symbolen, knacken zum Teil die Symbolik und empfinden diese als Rätsel bzw. Rätselaufgabe, die es zu entschlüsseln gilt.
Immer bleibt ein der Ratio nicht erklärbarer Rest als unergründliches Mysterium übrig.
Die Verdichtung, von Formen und Farben, eng mit der Symbolik zusammenhängend. Die Bilder sind oft hochgradig verdichtet und nicht selten kryptisch in der Überlagerung der symbolträchtigen Inhalte.
Selbst bei einfach (er) strukturierten Bildern ist häufig eine große Suggestivkraft da, dann ist es die Schlichtheit und Reduktion der Farben und Formen, die die Symbolkraft untermauert und auf eine intensive Zentrierung spitzt.
Das Symbolträchtige als Charaktermerkmal bleibt erhalten, ob komplizierte oder einfache,übersichtliche oder unübersichtliche Arrangements dargestellt werden.
Die große Farbgewalt und Mannigfaltigkeit der Farben, die häufig (sehr) fröhlich sind, selbst dort, wo tiefe und schwere Inhalten transportiert werden. Trotzdem kann die Farbwahl aber auch alles andere als fröhlich sein.
Die große Vielgestaltigkeit der Formen.
Über die Farbwahl und die Art und Weise, wie Farben und Formen zu Struktur verbunden werden, entsteht ein großer Wiedererkennungseffekt für das Typische der Bilder, obwohl der Wiedererkennungswert bezüglich naturalistischer Bezüge häufig nicht oder kaum da ist. Wo Bilder wegen der Formen- und Farbenfülle sehr weit auseinanderliegen, gibt es immer herstellbare Übergänge durch gestalterisch dazwischenliegende Werke. Ähnlich den anzutreffenden Übergangängen von Arten der gleichen Gattung in der Natur, den sogenannten Übergangsreihen.
Die Selbstreflexion des Künstlers, die im Anschluß an das Erstellen der Bilder ganz bewußt erfolgt, manchmal sich auch schon beim Erstellen der Bilder einstellt.
Diese Selbstreflektivität zeigt sich dann in der Wahl der Bildtitel und in (theoretischen) Gedanken, die der Künstler sich zu den Bildern macht. Auch zum Gesamtwerk, welches er ab und zu reflektiert.
Durchaus mit Folgen für seine weitere Tätigkeit.
Das große Interesse daran und das Bemühen darum, wie Unterbewußtsein und Bewußtsein, Intuition, Unmittelbarkeit und Spantanität einerseits, bewußte Planung und Ausrichtung auf bestimmte Gestaltungsziele andererseits zusammenwirken und sich bedingen.
Ein solches erklärtes Gestaltungsziel ist die Erhöhung der Ästhetik bzw. das Anstreben von Ästhetik, ohne allerdings auf die Unmittelbarkeit und Spontanität zu verzichten.
Das wird zum Beispiel dadurch erreicht, daß Bilder in ihrer Grundstruktur innerhalb von Minuten angelegt werden (mit einem hellfarbigen Buntstift, der gut mit den Farben überdeckt werden kann). Die Ausarbeitung dieser Bilder nimmt dann oft Tage oder noch längere Zeit in Anspruch. Die Kohärenz bleibt über den Zeitraum der Erstellung des Bildes erhalten, obwohl es durch die Farbwahl zu neuen Aspekten in der Stimmung kommen kann, die durchaus positiv gesehen werden können.
Die Philosophie des Künstlers, die seinem künstlerisch-bildnerischem Arbeiten zugrundeliegt. Sie ist auch auf das Erschließen der Vergangenheit und der Zukunft in der Gegenwart des Bildes ausgerichtet.
Wobei Einsicht in die Vergangenheit die Zukunft bahnen kann. Da Vergangenheit zu erleben aber auch ein aktiver geistig-emotionaler Vorgang ist, wirkt die Tätigkeit in der Gegenwart und die Antizipation der Zukunft auf die Erlebbarkeit der Vergangenheit zurück.
Gespitzt und getragen nicht zuletzt durch die Symbolik, die gerade deshalb, weil sie häufig und in großen Anteilen nicht-naturalistisch ist, unbedarft und ungelernt und vom Ursprung her unreflektiert erscheint und entsteht, vielschichtig und vieldeutig sein kann.
Auch sind so durchaus eindeutige bzw. stringente neue Lösungen und Sichtweisen für Probleme und emotional-reflektorische Sachverhalte möglich.
Gebahnt durch diese Arbeit auf der symbolischen Ebene, die in die Seele schaut, hier ihre Bilder, Erzeugnisse und Lösungen findet, weniger im Angelernten und konditionierten Tagesgeschehen und künstlerischen Drill, der durch die Gesellschaft in Ausbildungsgängen erzeugt wird.
Das macht die Stärke der Darstellung und der Bildgebung aus, denn in der Seele ist mehr angelegt, als nur das, was in einer Gesellschaft zur Zeit oder in der Vergangenheit wichtig ist und war.
Letztendlich wird der Ursprung der Kunst in der Seele angelegt und gefunden, die auch kollektiv sein kann und weit ist wie alle Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
"Ursprungskunst", "Art of the Origin" ließe sich diese Kunst beschreiben. Und macht diese Zeilen zu einem Manifest.

http://www.Paul-Salvator-Goldengreen.com

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